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8. Dezember 2025

Herren 1 | TSV Rintheim verteilt Nikolausgeschenke

Von Dennis Huber

BSV Phönix Sinzheim – TSV Rintheim 36:34 (16:20)

Gebrauchter Tag für den TSV Rintheim.
In den ersten 11 Minuten sah alles nach einem glasklaren Sieg aus. Der TSV Rintheim war zwei Klassen besser als der BSV Phönix Sinzheim, überrollte die Hausherren und führte völlig verdient mit 11:5. Nach 11 Minuten war das Spiel eigentlich erzählt – Rintheim dominierte, spielte schnell, druckvoll, klar überlegen.

Und dann? Dann passierte etwas, das man nur als sportliches Blackout bezeichnen kann. Rintheim setzte sich nicht weiter ab, verlor völlig grundlos sein eigenes Konzept. Die klare Devise – Tempo, schnelle Abschlüsse, Breite im Kader nutzen – wurde einfach ignoriert.

In der Abwehr wurde es fast bizarr. Sinzheim bot handballerisch wenig an, aber Rintheim bekam die simpelsten Aktionen nicht verteidigt. Einläufer, Steckpässe, Kreisanspiele… alles, wirklich alles, rutschte durch. Es war nicht ein taktisches Problem – es war Einstellung. Die Abwehr war an diesem Tag ein offenes Scheunentor.

Egal welche Formation: defensiv, offensiv, Manndeckung – nichts hat funktioniert, weil nichts konsequent zu Ende gespielt wurde. Der letzte Schritt, der letzte Zugriff, die Härte, die man in so einem Spiel braucht – alles fehlte.

Nach der Halbzeit das gleiche frustrierende Bild. Rintheim eigentlich klar überlegen – spielerisch, athletisch, mit Optionen auf der Bank. Aber wenn du hinten alles herschenkst, machst du jeden Gegner stark. Sinzheim musste teilweise nicht mal clever spielen, um Tore zu machen. Leichte Würfe, unbedrängte Abschlüsse, Null Zugriff.

In Minute 58 ging der BSV dann zum ersten Mal in Führung – und Rintheim brach komplett weg. Der Sinzheimer Keeper wurde warm geschossen, freie Würfe wurden liegengelassen, die Nerven flatterten. Abgezocktheit? Fehlanzeige. Wir verschenkte Torchancen, als wäre es ein Freundschaftsspiel.

Wer so viele Chancen hat und so wenig draus macht, darf sich über das Ergebnis nicht wundern. Wer 34 Tore wirft und trotzdem verliert, hat ein Problem in der eigenen Defensive. Rintheim hätte locker 50 machen können – aber mit dieser Abwehrleistung wäre selbst das egal gewesen.

Vergebene Siebenmeter, weggeworfene freie Chancen, technische Fehler – Sinzheim musste nur warten, bis Rintheim sich selbst zerlegt. Und genau das ist passiert. Die Hausherren kämpften, Rintheim ließ sie leben. Und so kam Sinzheim zurück in ein Spiel, das nach 11 Minuten tot war.

Am Ende steht die wahrscheinlich unverdienteste – und zugleich selbst verschuldete – Niederlage der Saison. Das war kein Gegnerproblem. Das war ein Rintheim-Problem. 100% selbst verbockt. Eine Mannschaft, die klar überlegen war, verliert, weil sie nicht bereit war, in der Abwehr die letzten Prozent zu bringen.

Zwei verschenkte Punkte. Völlig unnötig. Und genau deshalb tut es so weh.

Friedrich Krüger (9), Ole Kling (7), Anton Feirabend (4), Luca Frietsch (3), Niklas Bäuerle (2), Finn Eberhardt (2), Lukas Heber (2), Paul Huber (2), Niklas Huber (2), Viktor Henke (1), Alexander Böhme, Nicolas Freund, Manuel Reinhardt, Hendrik Teichert, Darijo Tovernic, Hannes Träger