Damen 1 | Vorbericht HSG Freiburg 2
Tschüss – Äh, Hallo 4.-Liga-Fans,
meine Wenigkeit begrüßt die Vorberichte-Leserschaft zum letzten der Rintheimer Damen 1 aus der Regionalliga-Spielzeit 2025/26. Für‘s letzte Saisonspiel, dem 11. Auswärtsspiel, geht es am Sonntag, 19.4. um 15 Uhr, in den Breisgau zur dortigen HSG Freiburg 2.
Spieltagsfakten:
- Vorletzter gegen letzter – es geht um nichts mehr, im Fachjargon ein „Spiel um die Goldene Ananas“!
- Aufsteigerinnen und gleichsam Wieder-Absteigerinnen unter sich: Die HSG Freiburg 2, Zweitliga-Vertretung der sogenannten „Red Sparrows“, stieg aus Südbaden 2024/2025 in die Regionalliga auf und muss ebenfalls nach nur einer Saison die Segel wieder streichen.
- Es treffen sowohl die beiden durchschnittlich schwächsten Defensiven als auch Offensiven der Regionalliga aufeinander:
- HSG Freiburg 2: 24,04 Tore : 30,71 Gegentreffer pro Spiel
- TSV Rintheim: 21,95 Tore : 33,47 Gegentreffer pro Spiel
- Das Hinspiel vor Weihnachten 2025 endete 25:25.
Die Schlüsselspielerin:
Die erfolgreichste Werferin der HSG Freiburg 2 ist Laurie Geis, Gesamt-24. und damit nicht in der Top20. Die #22 der Breisgauerinnen knipste in 20 Spielen 74x, 56x aus dem Feld, 18x vom 7-Meter-Strich. Somit steht sie hinter Rintheims bester Torjägerin Julia Ahlbrand, die insgesamt auf Platz 18 steht, 86 Treffer in 21 Spielen erzielte, deren 50 aus dem Feld und 36 vom 7-Meter-Strich.
Persönliches Fazit zum Sportlichen:
Die Runde stand für die TSV-Damen unter keinem guten Stern. Es gab viele Verletzte zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Runde: die eigentlich als vorgesehene Torfrau-#1 Jasmin Jakob und Kreisläuferin Miriam-Binder fielen von Saisonbeginn an aus, Rückraum-Links Shooterin Amina Zoronjic und Nachwuchstorhüterin Lara Hebel gesellten sich dazu. Zwischendurch fiel noch Neuzugang und Mittespielerin Kathrin Schubart aus. Hinzu kamen die Abgänge der Kreisläuferin Leonie Hutin, der Rückraumspielerinnen Alina Labenski und Anabel Rilling und das Ausscheiden von Rechtsaußen Spielerin Sophie Lutz. So fehlte also nahezu eine komplette 7 der Meistermannschaft des Vorjahres für die Regionalligaspielzeit. Dies führte dazu, dass viele Nachwuchs- und hoffentlich zukünftige Damenspielerinnen aus der A-Jugend für die Breite gefordert waren, in nahezu jedem Spiel im 4.-Liga-Kader auflaufen mussten, um für Entlastung der ehemaligen Meistermannschaftsspielerinnen zu sorgen. All diese machten einen prächtigen Job – Chapeau!
„David gegen Goliath“: in fast jedem Spiel
In der Summe konnte als Team nicht gegen oftmals sehr viel individuelle Klasse gehalten werden und Spiele wurden teils haushoch verloren. Die wohl bitterste Erkenntnis der Runde ist: machste vorne Fehler, fängste dir einen Tempogegenstoß nach dem anderen, lädst die Gegner zum einfachen Torewerfen ein und letztlich kassierst du über die 1. oder 2. Welle immer wieder richtig hohe Klatschen. Hier gilt es also in der Oberliga Baden-Württemberg 2026/2027 anzuknüpfen: die horrend hohe Fehlerzahl im Angriff muss heruntergeschraubt und Ballsicherheit im Spielaufbau trainiert werden. Auch am Matchplan muss gewerkelt werden, oftmals fehlte es an Tiefgang, Auftakthandlungen und taktischen Waffen in Form von Spielzügen. Je längere die Runde ging, desto stärker präsentierte sich die Abwehr.
Persönliches Fazit aus Fansicht:
Hier war’s eine fantastische Runde. Der Besen in Neckarsulm, das Lob des im Faschingsvereinspielens bezüglich Support in Leinfelden-Echterdingen, die Gastfreundschaft in Bönnigheim mit Weinprobe durch den Abteilungsleiter Christof, die neue Fanfreundschaft zu „Trommlergoldi“ von der HSG Stuttgarter Kickers/Metzingen 2, einmal in einer Bundesligahalle spielen in der Göppinger EWS-Arena. Es gab reichlich viele Highlights trotz Ergebnistristesse und Spielen, die leider oftmals früh entschieden waren.
Schlusswort:
Ich hoffe, Ihnen, verehrte Vorberichte-Leserschaft, haben die schriftlichen Spieltagseinführungen zu den Regionalligaspielen stets gefallen und Sie haben die Statistiken rund um die Spiele stets mit Spannung verfolgt. Ich hoffe, dass ich den TSV Rintheim ans 4.-Liga-Niveau anpassen konnte. In der Oberliga wird es keine Vorberichte mehr geben. Deswegen bleibt mir abschließend zu sagen: Danke, machen Sie es gut, einen schönen Sommer und bis nächstes Jahr bei den TSV-Damen-1-Spielen in der Oberliga Baden-Württemberg, wo auch viele neue Gegnerinnen aus Südbaden und Teilen Württembergs warten. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Damen 1 in der dann 5. Liga, der Sandwichliga im Damenhandball, präsentieren. Allen einen schönen Sommer und eine erholsame spielfreie Zeit.
Euer U.W.E. – „Unknown Writing Expert“ – Till Hofmann